Sri Lanka,
Kalpitiya.
Jugendliche aus Berlin und Kalpitiya lernen miteinander, entwickeln nachhaltige Lösungen und gestalten eine Partnerschaft auf Augenhöhe.
Gemeinsam lernen. Nachhaltig handeln.
In unserer Partnerregion Kalpitiya setzen wir uns für einen beidseitigen Kulturaustausch mit dem Schwerpunkt nachhaltige Entwicklung ein. Das Projekt verbindet Jugendliche aus Partnerschulen in Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf und Kalpitiya.
Gemeinsam arbeiten sie an Lösungsansätzen und Bildungsmaßnahmen für das große Plastikproblem an Sri Lankas Küsten. Seit mehreren Jahren begegnen sich Jugendliche aus beiden Gemeinden und lernen gegenseitig Kultur und Gesellschaft kennen.
Das Sri-Lanka-Projekt zeigt sich nicht nur in den Austauschprogrammen, sondern auch in individuellen Projekten in Berlin und Kalpitiya zur Jugendstärkung und Umweltbildung.


Berlin – Kalpitiya.
Seit 2019 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin und Kalpitiya in Sri Lanka. Ziel ist es, gemeinsam Herausforderungen wie Meeres- und Umweltschutz, Müllvermeidung und Recycling aufzugreifen.
Ausgangspunkt war das wachsende Plastikmüllproblem an Kalpitiyas Küsten, das Fischerei und Tourismus bedroht. Daraus entstanden die Education Box #2030, die Schüleraustausche zwischen beiden Regionen und spezielle Workshops für einen kulturellen und nachhaltigen Austausch.


Education Box #2030.
Nach gegenseitigen Besuchen 2019 in Berlin und 2020 in Sri Lanka entstand die Idee, ein gemeinsames Lehr- und Lernmaterial für Schüler:innen von 12 bis 16 Jahren zu entwickeln.
Die Education Box #2030 besteht aus zehn englischsprachigen Modulen, die wie Werkzeuge in einem Lern-Werkzeugkasten genutzt werden. Sie hilft jungen Menschen, das globale Problem von Plastikmüll im Ozean zu verstehen, verbindet Schüler:innen aus unterschiedlichen Ländern und unterstützt Lehrkräfte dabei, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und außerschulische Lernorte in den Unterricht einzubinden.
Heute stehen zehn Boxen zur Verfügung – fünf in Berlin und fünf in Kalpitiya. Sie werden von Schulen und NGOs in Deutschland, Griechenland und Sri Lanka genutzt.

Der erste Austausch.
2023 wurde aus gemeinsamer Planung gelebte Begegnung: Der erste Schüleraustausch des Projekts fand statt. Vier Schüler:innen aus Kalpitiya reisten gemeinsam mit vier Vertreter:innen ihrer Schulen nach Berlin.
Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme an der internationalen Jugendkonferenz „WATER“. Gemeinsam mit 41 Jugendlichen aus verschiedenen Ländern setzten sich die Teilnehmenden mit der Bedeutung von Wasser, seinem Schutz und der globalen Verantwortung für unsere Wasserressourcen auseinander.
Im Mittelpunkt stand insbesondere SDG 6 – sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen. Der Besuch legte den Grundstein für weitere Begegnungen und eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen, Schulen und Gemeinden.
SDG 6 ist eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und setzt sich für den Zugang zu sauberem und bezahlbarem Trinkwasser für alle Menschen ein.


Kreativität trifft Nachhaltigkeit.
2024 ging der Schüleraustausch in die zweite Runde: Acht Jugendliche aus der Region Kalpitiya reisten gemeinsam mit Vertreter:innen ihrer Schulen nach Berlin.
Neben gemeinsamen Erkundungen der Stadt stand die kreative Auseinandersetzung mit den Sustainable Development Goals im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Nelson-Mandela-Schule entwickelten die Jugendlichen das Tanzprojekt „Global Rhythm“.
Mit Musik, Bewegung und eigener Kreativität wurden die Nachhaltigkeitsziele sichtbar gemacht. Die Präsentation vor Publikum bildete den bewegenden Abschluss einer Woche voller Begegnungen, Austausch und gemeinsamer Ideen.



Gemeinsam erleben und anpacken.
Im November 2024 folgte der nächste große Schritt: Zum ersten Mal reiste eine deutsche Schülergruppe im Rahmen des Bildungsprojekts nach Kalpitiya. 14 Schüler:innen im Alter von 17 bis 19 Jahren nahmen teil – zu gleichen Teilen aus der Nelson-Mandela-Schule und der Friedensburg-Oberschule.
Die Jugendlichen aus Deutschland und Sri Lanka nahmen an Beach Clean-ups und Nachhaltigkeitsworkshops mit dem Goethe-Institut teil, erkundeten bei Safaris mit Umweltprofessor:innen die Natur der Region und arbeiteten an Projekten rund um Umwelt und Nachhaltigkeit.
Aus dem gesammelten Müll entstanden kreative Kunstobjekte, die gemeinsam gestaltet und anschließend öffentlich in Kalpitiya präsentiert wurden – ein sichtbares Zeichen dafür, was junge Menschen mit gemeinsamen Ideen bewirken können.




Berlin – aber diesmal einheimisch.
Mitte 2025 reisten erneut acht Jugendliche aus Kalpitiya nach Berlin. Zum ersten Mal wurden sie direkt bei ihren deutschen Austauschpartner:innen zu Hause aufgenommen.
Ob beim gemeinsamen Frühstück, im Schulalltag oder bei Ausflügen – die Jugendlichen erlebten den Alltag ihrer Gastfamilien hautnah. So entstanden persönliche Begegnungen, neue Freundschaften und viele gemeinsame Erinnerungen.
Der Aufenthalt zeigte einmal mehr: Austausch bedeutet nicht nur, ein anderes Land kennenzulernen, sondern ein Stück weit Teil des Lebens der anderen zu werden.


Voller Erfolg in der Gemeinde.
Beim zweiten deutschen Schülerbesuch in Sri Lanka im November 2025 wurden die deutschen Schüler:innen von ihren ehemaligen Gastfamilien und Freund:innen herzlich empfangen. Die persönlichen Beziehungen aus dem ersten Austausch konnten weiter vertieft und neue Begegnungen geschaffen werden.
Ein besonderer Meilenstein war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der regionalen Verwaltung Kalpitiyas und dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf.
Gemeinsam mit unserem Hauptkoordinator und Bezirksstadtrat Oliver Schruoffenegger wurde damit der Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen gelegt.


Berlin, here we go again!
Im Juli 2026 hieß es wieder: Willkommen in Berlin! Eine Gruppe von Schüler:innen aus Sri Lanka reiste zu ihren deutschen Partnerschüler:innen und wohnte erneut direkt bei den Gastfamilien.
Ein besonderes Highlight war der Siebdruck-Workshop. Bereits im Vorfeld hatten sich die Jugendlichen aus beiden Ländern über das Thema ausgetauscht, Ideen gesammelt und auf das gemeinsame Gestalten vorbereitet.
Beim Sightseeing erkundeten sie Berlin, im Zoo entdeckten sie neue Tierarten und im Labor untersuchten sie bei Experimenten zum CO₂-Ausstoß den Einfluss verschiedener Faktoren auf unsere Umwelt.
Vor allem blieb Zeit für das Wesentliche: miteinander lachen, erzählen, voneinander lernen und gemeinsam Zeit verbringen. Zum Abschied bereiteten die Jugendlichen traditionelle sri-lankische Gerichte zu.
Die Vorfreude ist bereits groß: Im November 2026 geht es weiter – dann sehen sich alle in Sri Lanka wieder.



Die Partnerschaft im Detail.
Kandakuliya Mune School
Die Schule arbeitet besonders eng mit dem Projekt zusammen. Workshops, Upcycling und neue Meilensteine entstehen gemeinsam vor Ort.
Unsere Arbeitsberichte
Perspektiven und Erfahrungen der Beteiligten dokumentieren die Zusammenarbeit und ihre Wirkung.
Aktuelle Projektfortschritte
Neuigkeiten zu den Austauschprogrammen erscheinen regelmäßig im Blog und im Newsletter.